Geschichte Sri Lankas

Von Naturvölkern in der Steinzeit besiedelt, kamen etwa 500 vor unserer Zeitrechnung nordindische Siedler, die sogenannten Singhalesen, auf die Insel. Sie machten sich die Völker untertan und herrschten bis ins 13. Jahrhundert allein über das Land. Ihr Glauben an den Buddhismus wurde zur Staatsreligion. Im 11. Jahrhundert eroberte Südindien den Inselstaat und gründete ein eigenes tamilisches Königreich, das bis zur Kolonialisierung durch die Europäer Bestand hatte.

 

Kolonialzeit

Mit der Eroberung durch die Portugiesen zu Beginn des 16. Jahrhunderts verlor Sri Lanka seine Eigenständigkeit. Ein Jahrhundert später folgten die Niederländer, die wiederum von den Briten im 19. Jahrhundert verdrängt wurden. Sie erklärten die Insel unter ihrem damaligen Namen Ceylon zu ihrer Kronkolonie. Die Briten regierten 150 Jahre auf Ceylon und führten unter anderem den Tee ein, der lange Zeit Hauptexportprodukt des Landes war. Auf den Plantagen im Hochland arbeiteten vor allem südindische Tamilen, die von den Briten als Billigarbeitskräfte beschäftigt wurden.

 

Unabhängigkeit

Nach dem Zerfall des britischen Commonwealth erlangte auch Sri-Lanka 1948 seine Unabhängigkeit. In den führenden Positionen von Staat und Verwaltung waren Singhalesen und Tamilen gleichberechtigt vertreten. Das änderte sich mit dem Wahlsieg der Sri Lanka Freedom Party 1956. Die neue Regierung verfolgte eine pro-singhalesische Politik und förderte vor allem die singhalesische Sprache und den Buddhismus. Diese Politik benachteiligte die Tamilen. Der Konflikt zwischen beiden Bevölkerungsgruppen verschärfte sich und eskalierte zu Beginn der 80er Jahre in einem Bürgerkrieg.

Nachdem die Forderungen der Tamilen nach einem selbstständigen Staat namens “Eelam” von der Singhalesischen Regierung abgelehnt wurde, gründeten die Tamilen die Guerilla-Organisation “Liberation Tigers of Tamil Eelam” (LTTE).

Mehr als ein Vierteljahrhundert lang wurde der Inselstaat von schweren Auseinandersetzungen zwischen Singhalesen den tamilischen Separatisten erschüttert. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen fielen dem Konflikt bis zu 100.000 Menschen zum Opfer.

Im Mai 2009 erklärte der amtierende Präsident Sri Lankas Mahinda Rajapakse die LTTE offiziell für besiegt und den Bürgerkrieg nach 26 Jahren für beendet.

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